Olafur Arnalds – Danke!

Klassische Musik – das war über lange Zeit (Jahrzehnte) ein „Zahnarzt“-Thema für mich. Sprich: wann immer jemand euphorisch über jene oder diese Interpretation gesprochen hat, habe ich ein Gesicht gezogen, wie wenn mir jemand einen faulen Zahn anbohrt und ich diesen fauligen Gestank in die Nase bekomme. Und dann sah ich mich gezwungen, ein hastiges „Ich hab’s nicht so mit Klassik“ einzuwerfen….. Darauf hin hat jeder Gesprächspartner zu meiner Erleichterung davon abgesehen, mit mir zu kommunizieren („Perlen vor die Säue“)

Das war nicht immer so. Meine Eltern haben mich wenigstens ein Mal im Monat zu einer Oper/Operette/Ballet-Vorführung geschleppt. Und ich habe es genossen. Am Anfang war es natürlich mehr die Atmosphäre (diese Aufregung „was ziehe ich an“… Teenager eben), aber nach und nach kam das Verständnis für klassische Musik auf. Ohne es damals bewusst wahrgenommen zu haben, habe ich es gelernt, die Emotionen der Werke aufzunehmen und ich habe diesen Prozess lieben gelernt.( Oder auch nicht 😉 Mit Wagner hatte ich schon immer so meine Schwierigkeiten. Und moderne Klassiker haben mir damals schon das Grauen gelehrt. Egal…) Meine Eltern haben mir beigebracht (ohne Schulmeisterei), der Musik wirklich zu zuhören.

Irgendwann wurde ich eine junge Erwachsene. Und da habe ich immer wieder Menschen kennengelernt, die klassische Musik als Machtinstrumente missbraucht haben. Sei es, dass es der Professor (bei dem ich promoviert habe) war, der mich auf allen Fahrten zu Kongressen mit „Radetzky-Märschen“ malträtiert hat und mir erklärt hat, dass ich ja keine Ahnung von Klassik habe.. Sei es die unzähligen „ich bin cool“-Leute auf Partys, die keine Ahnung von z.B. Debussy haben, aber jeden verachten, der den letzten Spoon (Spiegel-online) über den angesagten Dirigent nicht kennt… Sei es, dass selbst eine gute Freundin anfängt, mich wie eine Aussätzige zu behandeln, weil ich diverse Parts von Tschaikowski’s Schwanensee nicht unbedingt als „das Gelbe vom Ei“ empfinde.

Das war eben eine lange Einleitung zum eigentlichen Thema… 😉

Vor cA 9 Monaten habe ich Olafur Arnalds für mich „entdeckt“. Und das war eine Art von Dammbruch für mich. Ich kann jetzt wieder dazu (=klassische Musik) stehen)

Und daher: Danke Olafur! Deine Musik hat mich wieder mit der „klassischen“ Musik versöhnt und vereinigt.

Meine Meinung:
Es geht ihm nicht darum „klassisch“ zu sein, sondern es geht darum, Emotionen musikalisch beschreiben und den Zuhörer einzubinden .Den zweiten Part vermmisse ich oft (und zwar zu 99%) bei den sogenannten „modern classics“- Komponists. Aber bei Olafur Arnalds habe ich sehr konkrete Bilder in meinem Kopf. Er spricht einfach meine Seele an. Ja, es ist manchmal sehr „romantic“. Manchmal ein bisschen bei Tschaikowski, aber sehr viel herber. Ich tue mich schwer, zu beschreiben, was Olafur bei mir ausgelöst hat. Daher hier ein paar Youtube Links.

Ach ja… Morgen (Samstag) gehe ich in die Philharmony.. Brahms, Tschaikowski etc 😉

Fyrsta (first official album. Download all songs here Klick:

Einer meiner Favoriten („Eulogy for Evolution“ gibt es leider nicht auf Youtube)

Hands be still (okay, not very „classical“)

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Küchendrama – Teil 2

160 €uro wird die Reparatur kosten *schluck* Und da habe ich netterweise noch den Christmas-Special-Preisrabbat bekommen.

Na ja, im Original hat die Maschine wohl mal 1500 Euro gekostet. Ich hab sie vor 7 Jahren geschenkt bekommen von jemanden, der… ääähm… lassen wir das, andere Geschichte 😉

Dafür, dass die Primadonna 7 Jahre ohne Probleme gelaufen ist (natürlich auch Dank meiner guten Pflege *hüstel*), sind 160 €uro okay. Wie mir der Techniker bestätigt hat, fangen die meisten dieser Maschinen im 4.-5. Jahr mit ihren Wehwehchen an. Da ist meine mit ihren 7 Jahren noch echt gut drauf.
Montag darf sie wieder nach Hause 🙂

Drama in der Küche

Gestern morgen bin ich verschlafen in die Küche getappelt. Wie immer, war die erste Amtshandlung, meine Kaffeemaschine anzuschmeissen…
Diese quittierte den allmorgendlichen Tastendruck mit einem schockierenden langem „Piiiiiiiiieeeeep“ und zeigte dann „General error“ an.
Schockstarre meinerseits.
Dann konfus im Internet nach Lösungsvorschlägen gesucht.
Zwischenzeitlich realisiert, dass ich nur Bohnen und keine Kaffeemühle im Haus habe. Das fühlte sich an, wie „Zigaretten haben, aber weder Feuerzeug, noch Streichhölzer“….
Endlich das Forum der Kaffeewelt gefunden.
Tee gemacht.
Anleitung gelesen und über wilde Tastenkombinationen den Testmodus der Maschine aufgerufen.
Brühgruppe rauf-runter gefahren – check, Mahlwerk getestet – check, Dampffunktion – check, Heizung – check. Irgendwelche EV1 und EV2 – check (k.A. was das ist) Scheint doch alles zu gehen.
Erstmal kalten Tee trinken.
Testmodus aus. Luft angehalten. Startknopf gedrückt.
Piiiiiieeeep. „General error“. Mist!!!
Wieder ins Internet und solche Sachen wie „Hauptplatine ausgetauscht“ und „Mess mal den EV1 durch“ usw gelesen… Oooooch nee Leute. Darauf habe ich jetzt gar keinen Bock.
Okay. Adresse von Reparaturwerkstatt rausgesucht.
DeLonghi
Und so werde ich jetzt gleich zur Werkstatt fahren und hoffen, dass sich die Kosten im Rahmen halten. Denn ansonsten heißt es wieder: „French press“(manche schwören drauf… ich nicht).

Drückt mir (und der Maschine) die Daumen.

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Nachtrag: Ach ja, und geblitzt wurden bin ich gestern dann auch noch. Nicht schlimm, aber trotzdem ärgerlich. Wat’n blöder Tag.

Weißkohl-Risotto

Weißkohl und Risotto …. geht das überhaupt? (Ja, ich kenne Radicchio-Risotto) Aber der stinkende Weißkohl? Und ein feines Risotto?

Dieses Rezept http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/41261 hat mich eines Besseren belehrt (ja, die Kommenare sind von mir).

Das ganze Noilly-Prait/weißer Portwein-Gedöns habe ich weggelassen. Teils, weil ich es nicht im Haus hatte und teils, weil ich den Alkoholgeschmack am End-Gericht nicht mag.

Da mir 100gr Risotto-Reis aus Erfahrung heraus echt zu wenig sind für 4 Personen (das sind 25 gr pro Person!), habe ich es kurzerhand auf 120 gr für 2 Personen verbessert. Plus die Fischeinlage war es genau richtig.
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1 Jahr Pause

1 Jahr Pause.
Ich denke, jetzt bin ich wieder so weit, bloggen zu können.
Es war ein hartes Jahr. Ziemlich schwarz manchmal und aber doch auch mit Lichtblicken… immer wieder….
Oft hatte ich den Gedanken „DAS sollte man bloggen. Zu JENEM hätte ich aber was zu sagen. DIESES würde ich gerne weiterverbreiten“. Aber letztendlich hat die Energie nicht ausgereicht. Ab-und-zu ich habe den Gedanken gehabt, dass ich nicht bloggen sollte, wenn es mir richtig schlecht ging. Weil das wäre ein „fishing for compliments“.
Ich fange jetzt einfach mal mit ganz unverfänglichen Themen wieder an. Mit dem Thema „Kochen“ oder „Essen“ kriegt man mich immer 😉 Welche Themen sonst noch auftauchen, das werde ich einfach sehen.

Gruß
Die Regenkatze

PS: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine niedergeschriebene Fortsetzung des Märchens um „Grünäuglein und dem Philosophen“ geben wird. Oder sollte ich es eher eine „spannenden Fortsetzungsroman“ bezeichnen? *grübel*

Ein fast 3 jahre altes Bild von mir

Ich habe heute ein fast 3 Jahre altes Bild von mir zugeschickt bekommen. (Es muss irgendwann Ende 2009 gemacht wurden sein. Also kurz nachdem ich den neuen Job übernommen hatte)

Da sieht man, dass selbst Chef(in) manchmal mal Hand an die Verkabelung im Rechenzentrum anlegen muss (ich meine das ernst….Himmel-Herr-Gott, ich hatte niemals zuvor so eine schlimme Verkabelung gesehen… keine Dokumentation, nirgendwo ein Label) Weiterlesen

weil ich Frau bin :-)

Ich habe es endlich mal geschafft, einem Ex-Kollegen auf Xing zu antworten. Dieser Ex-Kollege ist zurück zu der Firma, wo wir beide uns kennengelernt habe. Und das ist ungefähr 4 Jahre her ist (das „Kennenlernen“…. nicht das Antworten;-) ).
Das war meine Antwort an ihn (Firmen bzw Namen tun nix zur Sache… daher habe ich sie ersetzt. Das sind die Namen zwischen den Sternchen):

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🙂 Oha… *Firma A* hat also dazugelernt. Als sie mich das zweite Mal anwerben wollten, war es ein harter Kampf ums Angebot. Und letztendlich war *Firma B*in allen Punkten ein Tick besser (und ich habe es nicht bereut…. Du kennst doch die Story, dass ich *Firma A* am Fr bevor ich am Mo anfangen sollte, wegen des Angebots von *Firma B* abgesagt habe,oder nicht?!) Weiterlesen

Der Countdown für den Weltuntergang hat begonnen

und deswegen gibt es hier eine kleine Online-Hilfe für den Countdown: Weltuntergangshilfe

Apropos Weltuntergang…
Ich werde dann mal losgehen und mir ein paar Hamster kaufen (ich habe gehört, dass Hamsterkäufe sehr verbreitet sind und die Masse kann ja nicht irren, gelle?). Meint ihr, dass 20 Hamster reichen? Oder sollte ich doch gleich 100 nehmen? *grübbel*
Ich habe auch vor, gleich ein paar Hamsterräder mitzunehmen. Weiß jemand, wie viele Hamster in ein Hamsterrad passen? Sind 20 pro Rad okay? Oder kriege ich dann Ärger mit dem Tierschutzverband? Was mir ja angesichts des Weltuntergangs eigentlich schnurzpiepe sein könnte… aber da ich nun mal ein Tierfreund bin: ich denke, ich rechne dann doch lieber mit 1 Rad für 10 Hamster.

Hat jemand ein gut gebrauchtes Schlauchboot abzugeben? Ich nehm’s auch mit defektem Motor (Hamster -> Hamsterrad -> Hamster dreht Hamsterrad -> Bootsschraube dreht sich… Na??? Geschnallt???).

Dieser Beitrag wird bestimmt eine Lawine an Hamsterkäufen auslösen. Deswegen muss ich jetzt los. Sonst stehe ich zum Weltuntergang ohne Hamster da.

Eure Regenkatze
PS: Was mache ich mit den ganzen Hamstern, falls der Weltuntergang doch nicht kommt? Hat jemand ein gutes Rezept für mich?

Krause Glucke

Alle, die Krause Glucke kennen, mal bitte die Hände hoch!
Ahm…. Okay…. Na ja….. War’n ja nicht so viele.
Darf ich vorstellen: das ist eine Krause Glucke (auch Fette Henne genannt)
Krause Glucke im Wald

Ich habe es dieses Wochenende endlich mal wieder raus in den Wald geschafft. Die Wochen+Enden davor waren angefüllt von Arbeit oder Fieber. Also erst ein „hübsches“ WE-Fieber (ich muss mir was im Flieger eingefangen haben), die nächsten Tage völlig schlapp auf Arbeit geschleppt und am Abend zu nix mehr fähig zu sein. Nicht mal zum Bloggen.
Zusätzlich hab ich noch gefühlte 1000 Sommerparty’s absolviert. Alkohol soll ja bekanntermassen desinfizieren… und eine leicht rauchig-kratzige Stimme soll ja bekanntermassen sexy wirken. Ich muss sagen, die Angebote, mich nach Hause zu begleiten zu dürfen, haben sich durch meine Erkältung um 50% erhöht *ablach*.

Aber zurück zur Krausen Glucke…
Eigentlich ist es zu früh und zu warm, um nach Pilzen zu schauen. Aber irgendwie riecht es bereits nach Pilzen… Und diesmal bin ich unwissentlich im Umfeld vom „Tropical Island“ gelandet. Aber da ich mich recht selten an eingetragenen Wegen orientiere, habe ich die Nähe zum „Tropical Island“ überhaupt nicht mitbekommen. Dafür ich habe eine verlassene Garnision der ehemaligen Sowjetarmee mitten im Wald entdeckt. Ich stand irgendwann einfach mittendrin und dachte nur „Woah! Wat’n dat?. Das habe ich dann mal eben photographisch etwas ausgeschlachtet (Photo’s kommen bald)

Lange Rede, kurzer Sinn… auf dem Rückweg (30m neben der offiziellen Strasse) habe ich oben gezeigtes Prachtexemplar entdeckt.
Ich glaube das letzte Mal, dass ich eine Krause Glucke gesehen habe, ist ca 20 Jahre her. Dieser Pilz ist mittlerweile eine echte Rarität geworden. Eigentlich waren es 2 Pilze (sieht man auf dem Photo oben). Ich habe nur den Großen genommen und den Kleinen (ca 8-9cm Durchmesser) stehen lassen.

Der Große ist etwa kindskopf-groß:

Krause Glucke zu Haue

Krause Glucke zu Haue

Und so sieht der Pilz aufgeschnitten aus:

Krause Glucke aufgeschnitten

Krause Glucke aufgeschnitten

Ein Drittel davon (kleingeschnitten und gebraten mit Butter, Zwiebel, etwas Schinkenspeck) hat sich wunderbar ergänzt mit Linguine und Parmesan. Der Rest trocknet gerade im Ofen

🙂